Cannabinoide: Definition und rechtliche Einordnung
Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die an die Cannabinoid-Rezeptoren des Körpers binden können. Das deutsche Recht greift genau diese Eigenschaft auf: § 1 Nr. 1 KCanG definiert Cannabinoide als Inhaltsstoffe von Cannabis, die sich an Rezeptoren des Endocannabinoidsystems im menschlichen Körper binden können. Der Begriff beschreibt also eine Fähigkeit, keine Herkunft. Fachlich zählen deshalb auch Stoffe dazu, die der Körper selbst bildet oder die im Labor entstehen.
Das bekannteste Cannabinoid ist Cannabidiol, kurz CBD. Was CBD als Einzelstoff ausmacht und wie es sich im Alltag einordnen lässt, beschreibt die Übersicht Was ist CBD. Für das Verständnis der ganzen Stoffgruppe reichen drei Fragen: Woher stammt ein Cannabinoid, wie entsteht es, und an welcher Stelle im Körper setzt es an?
Wie viele verschiedene Cannabinoide ein fertiges Öl enthält, zeigt die Laboranalyse. Im veröffentlichten Bericht zum CBD Öl 20 Prozent Vollspektrum von CBDSÍ stehen neben 20,79 Prozent CBD auch 0,59 Prozent CBC, 0,32 Prozent CBN, 0,20 Prozent CBDV und 0,14 Prozent CBG; THC lag unter der Nachweisgrenze von 0,01 Prozent (Probeneingang Februar 2024). Die Flasche mit 10 ml enthält 2.000 mg CBD und kostet 19,95 Euro.
Phytocannabinoide, Endocannabinoide und synthetische Cannabinoide
Nach ihrer Herkunft lassen sich Cannabinoide in drei Gruppen teilen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil im Netz oft von „Cannabinoiden“ die Rede ist, ohne zu sagen, welche Gruppe gemeint ist.
- Phytocannabinoide entstehen in der Hanfpflanze. Beschrieben sind mehr als hundert Vertreter, die bekanntesten sind CBD, THC, CBG, CBN und CBC.
- Endocannabinoide bildet der Körper selbst. Am besten untersucht sind Anandamid und 2-Arachidonoylglycerol, kurz 2-AG.
- Synthetische Cannabinoide werden im Labor hergestellt. Sie sind chemisch sehr uneinheitlich, binden teils deutlich stärker an die Rezeptoren als pflanzliche Stoffe und sind in Deutschland als Stoffgruppe verboten.
Dazwischen stehen halbsynthetische Cannabinoide. Sie entstehen, wenn ein pflanzliches Cannabinoid wie CBD im Labor chemisch umgebaut wird. Das bekannteste Beispiel ist HHC, das Hexahydrocannabinol. Mit den natürlichen Inhaltsstoffen eines Hanfextrakts haben solche Umbauprodukte nur den Ausgangsstoff gemeinsam, rechtlich werden sie gesondert behandelt.
Wie Cannabinoide in der Hanfpflanze entstehen
Pflanzliche Cannabinoide werden in den Drüsenhaaren der Hanfpflanze gebildet, den Trichomen, die vor allem an den weiblichen Blüten sitzen. Am Anfang steht die Cannabigerolsäure (CBGA). Sie gilt als Muttersubstanz, weil pflanzliche Enzyme aus ihr die Säuren der übrigen Hauptcannabinoide aufbauen: Tetrahydrocannabinolsäure (THCA), Cannabidiolsäure (CBDA) und Cannabichromensäure (CBCA).
Welche Säure überwiegt, ist genetisch festgelegt. Nutzhanfsorten bilden überwiegend CBDA und nur wenig THCA, beim Rauschhanf ist es umgekehrt. Weil CBGA im Reifeverlauf fast vollständig weiterverarbeitet wird, bleibt in ausgereiften Pflanzen meist nur wenig davon übrig. Deshalb ist ein Öl mit hohem CBG-Anteil aufwendig herzustellen; die Einzelheiten stehen im Beitrag Was ist CBG.
Die Säuren sind nicht die Endform. Durch Wärme beim Trocknen, Lagern oder Verarbeiten spalten sie eine Kohlendioxid-Gruppe ab: Aus CBDA wird CBD, aus THCA wird THC und aus CBGA wird CBG. Dieser Schritt heißt Decarboxylierung. Ein weiterer Umbau folgt mit der Zeit, denn unter Wärme wird THC zu Cannabinol (CBN) abgebaut. Eine Studie aus dem Jahr 2022 hat diese Umwandlung in Cannabisharz bei 50 bis 80 Grad Celsius gemessen. CBN ist damit vor allem ein Alterungsprodukt.
Einen Sonderfall bilden die sogenannten Varine wie CBDV und THCV. Sie entstehen, wenn die Pflanze beim Aufbau der Muttersubstanz einen Baustein mit kürzerer Kohlenstoffkette verwendet. Ihre Seitenkette trägt dann drei statt fünf Kohlenstoffatome, daher die Endung „varin“. Chemisch sind sie nahe Verwandte von CBD und THC, kommen in Nutzhanf aber nur in kleinen Mengen vor.
Wo in der Pflanze die Cannabinoide sitzen
Die Drüsenhaare stehen am dichtesten auf den unbefruchteten weiblichen Blüten, weniger dicht auf den Blättern, Stängel und Wurzeln tragen kaum welche. Die Samen bilden praktisch keine Cannabinoide. Deshalb ist Hanfsamenöl ein Speiseöl ohne nennenswerten Cannabinoid-Gehalt, und ein CBD Öl besteht immer aus zwei Teilen: einem Extrakt aus Blüten und Blättern und einem Trägeröl. Bei CBDSÍ stammt der Extrakt aus den Niederlanden, Trägeröl ist Bio-zertifiziertes Hanfsamenöl.
Die wichtigsten Cannabinoide im Überblick
Sieben Vertreter tauchen in Laborberichten von Hanfextrakten regelmäßig auf. Die rechte Spalte zeigt, was der veröffentlichte Bericht zum CBDSÍ Öl mit 20 Prozent für jeden Stoff ausweist.
| Cannabinoid | Kürzel | Saure Vorstufe | Einordnung | CBDSÍ Öl 20 Prozent (Laborbericht 02/2024) |
|---|---|---|---|---|
| Cannabidiol | CBD | CBDA | Hauptcannabinoid in Nutzhanf, keine erkennbare Psychoaktivität | 20,79 Prozent |
| Tetrahydrocannabinol | THC | THCA | wichtigster psychotroper Bestandteil von Cannabis | unter der Nachweisgrenze |
| Cannabigerol | CBG | CBGA | neutrale Form der Muttersubstanz | 0,14 Prozent |
| Cannabichromen | CBC | CBCA | aus CBGA gebildet, wenig erforscht | 0,59 Prozent |
| Cannabinol | CBN | keine eigene | entsteht beim Abbau von THC | 0,32 Prozent |
| Cannabidivarin | CBDV | CBDVA | Verwandter von CBD mit kürzerer Seitenkette | 0,20 Prozent |
| Tetrahydrocannabivarin | THCV | THCVA | Verwandter von THC mit kürzerer Seitenkette | unter der Nachweisgrenze |
Die Tabelle zeigt, was ein Vollspektrum-Extrakt praktisch bedeutet: CBD dominiert, daneben finden sich mehrere Nebencannabinoide in Mengen unter einem Prozent. Ein Isolat würde in derselben Analyse nur CBD zeigen.
Die Prozentangabe auf dem Etikett eines CBD Öls bezieht sich dabei auf CBD. Die Nebencannabinoide kommen hinzu und werden in der Regel nicht in den Produktnamen eingerechnet. Wer zwei Öle vergleicht, sollte deshalb nicht nur den CBD-Wert, sondern auch das Muster der Nebencannabinoide im Bericht nebeneinanderlegen.
Drei Bausteine im Körper: Rezeptoren, Botenstoffe, Enzyme
Das Endocannabinoid-System ist ein Signalsystem, das der Körper unabhängig von jeder Pflanze besitzt. Eine Übersichtsarbeit in Biological Psychiatry (Lu und Mackie, 2016) beschreibt es als weit verbreitetes neuromodulatorisches System, das aus drei Bausteinen besteht: den Cannabinoid-Rezeptoren, den körpereigenen Cannabinoiden und den Enzymen, die diese Botenstoffe aufbauen und wieder abbauen.
Seinen Namen trägt das System, weil die Forschung den Weg rückwärts ging. Zuerst war bekannt, dass THC an bestimmte Rezeptoren bindet. Danach suchte man nach Stoffen, die der Körper selbst für diese Rezeptoren bereithält. 1992 beschrieb eine Arbeitsgruppe in der Fachzeitschrift Science einen solchen Stoff aus dem Gehirn von Schweinen und nannte ihn Anandamid. Das System wurde also nach der Pflanze benannt, die zu seiner Entdeckung geführt hat.
In der Forschung wird das Endocannabinoid-System unter anderem mit der Entwicklung des Nervensystems und mit der Anpassungsfähigkeit von Synapsen in Verbindung gebracht. Viele Zusammenhänge sind offen, und Befunde aus Zell- und Tiermodellen lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen.
Vorsicht ist deshalb bei Werbesätzen geboten, ein Hanfprodukt könne das Endocannabinoid-System „ausgleichen“, „stärken“ oder „ins Gleichgewicht bringen“. Solche Formulierungen beschreiben keine Messergebnisse, sondern Hypothesen, die als Tatsachen verpackt werden. Seriöse Produktinformation bleibt bei dem, was sich prüfen lässt: Zusammensetzung, Herkunft und Laborwerte.
CB1- und CB2-Rezeptoren
Die beiden bekanntesten Andockstellen heißen CB1 und CB2. Laut Lu und Mackie ist CB1 der häufigste Cannabinoid-Rezeptor; er wird vor allem im Nervensystem beschrieben. CB2 wird vor allem mit Zellen des Immunsystems in Verbindung gebracht. Diese Zuordnung ist eine Vereinfachung, weil beide Rezeptortypen auch in anderen Geweben vorkommen.
Neben CB1 und CB2 werden einige Cannabinoide auch an weiteren Zielstrukturen beschrieben, darunter bestimmte Ionenkanäle der TRP-Familie und Kernrezeptoren, die als PPAR bezeichnet werden. Deshalb greift die Vorstellung zu kurz, ein Cannabinoid sei nur dann bedeutsam, wenn es an CB1 oder CB2 bindet.
Für die Einordnung pflanzlicher Stoffe ist CB1 trotzdem der wichtigste Bezugspunkt. Die Aktivierung dieses Rezeptors im Gehirn gilt als Ursache für die psychotrope Einordnung von THC. Ein Stoff, der dort kaum bindet, wird entsprechend anders eingeordnet.
Anandamid und 2-AG: körpereigene Cannabinoide
Anandamid und 2-AG sind beide Abkömmlinge der Arachidonsäure, einer Fettsäure. Trotz ähnlicher Struktur werden sie über verschiedene Enzymwege auf- und abgebaut. Für den Abbau von Anandamid ist vor allem das Enzym FAAH zuständig, für 2-AG vor allem die Monoacylglycerol-Lipase, kurz MAGL.
Eine Besonderheit unterscheidet die Endocannabinoide von klassischen Botenstoffen des Nervensystems. Diese werden auf Vorrat gebildet und in Bläschen gespeichert. Die Vorstufen der Endocannabinoide liegen dagegen in den Zellmembranen und werden erst bei Bedarf in ein oder zwei schnellen Schritten freigesetzt. Lu und Mackie beschreiben sie zudem als rückwärts gerichtete Botenstoffe: Sie wandern von der empfangenden zur sendenden Nervenzelle zurück.
Auch am Rezeptor verhalten sich die beiden unterschiedlich. 2-AG aktiviert CB1 und CB2 stark, Anandamid dagegen nur schwach. Dieses schnelle, bedarfsgesteuerte Auf und Ab ist ein Grund, warum Laborbefunde zu einzelnen Stoffen so schwer in Alltagsaussagen zu übersetzen sind.
Pflanzliche Cannabinoide am Rezeptor: THC, CBD und THCV
Die pflanzlichen Cannabinoide verhalten sich an den Rezeptoren sehr verschieden. Eine Übersichtsarbeit im British Journal of Pharmacology (Pertwee, 2008) vergleicht drei von ihnen. THC bindet an CB1 und CB2 und aktiviert beide als partieller Agonist, löst also ein Signal aus, aber kein maximales. CBD dagegen verdrängt Vergleichssubstanzen an beiden Rezeptoren erst in hohen Konzentrationen und hat damit nur eine geringe Affinität.
THCV zeigt ein drittes Muster. In Zellversuchen aktiviert es CB2 als partieller Agonist, an CB1 trat es dagegen als Gegenspieler anderer Agonisten auf. Solche Befunde stammen aus Zell- und Gewebemodellen; was sie für den Menschen bedeuten, ist weitgehend offen.
Pertwee weist außerdem darauf hin, dass die Antwort auf THC vom Gewebe abhängt: Sie fällt umso stärker aus, je mehr Rezeptoren vorhanden sind und je effizienter sie ihr Signal weitergeben. Bei wiederholter Gabe beschreibt die Arbeit für THC zudem eine Toleranzentwicklung auf Rezeptorebene. Ein Cannabinoid hat also keine feste, überall gleiche Aktivität, sondern verhält sich je nach Umgebung unterschiedlich.
Warum ausgerechnet CBD und THC trotz gleicher Summenformel so unterschiedlich eingeordnet werden, beschreibt der Beitrag zum Unterschied zwischen CBD und THC mit Molekülbau, Vergleichstabelle und Rechtsrahmen.
Synthetische und halbsynthetische Cannabinoide: die Rechtslage
Synthetische Cannabinoide fallen in Deutschland unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG). Dessen Anlage 1 erfasst sie nicht einzeln, sondern als ganze Stoffgruppen, damit leicht abgewandelte Moleküle nicht durch das Raster fallen. § 3 NpSG verbietet Handel, Herstellung, Erwerb und Besitz dieser Stoffe.
Halbsynthetische Cannabinoide wurden schrittweise erfasst. HHC steht seit dem 23. Mai 2026 in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes und unterliegt damit dem Betäubungsmittelrecht. Die Liste wird regelmäßig erweitert, weil laufend neue Abwandlungen auf den Markt kommen. Diese Angaben sind keine Rechtsberatung und geben den Stand September 2026 wieder.
Für die Einordnung eines Produkts heißt das: Der Hinweis „Cannabinoid“ auf einer Verpackung sagt nichts über die Rechtslage. Entscheidend ist, um welchen Stoff es sich handelt und ob er natürlich im Hanf vorkommt oder im Labor umgebaut wurde. CBD aus Nutzhanf nimmt das Konsumcannabisgesetz in § 1 Nr. 8 ausdrücklich vom Cannabis-Begriff aus.
Cannabinoide, Terpene und der Entourage-Effekt
In einem Pflanzenextrakt stehen Cannabinoide nie allein. In denselben Drüsenhaaren bildet der Hanf auch Terpene, die Duft und Geschmack prägen, dazu kommen Flavonoide und weitere Begleitstoffe. Terpene und Cannabinoide teilen sich in der Pflanze sogar eine chemische Vorstufe. Welche Terpene im Hanf vorkommen und wie sie sich chemisch einordnen lassen, beschreibt der Beitrag zu Terpenen im Hanf.
Für das mögliche Zusammenspiel dieser Stoffe hat sich der Begriff Entourage-Effekt eingebürgert. Gemeint ist die Annahme, dass Cannabinoide und Begleitstoffe sich gegenseitig beeinflussen könnten. Das ist eine Forschungshypothese und keine belegte Produkteigenschaft, die Datenlage dazu ist begrenzt und teils widersprüchlich.
CBDSÍ setzt bei den eigenen Ölen auf Vollspektrum statt Isolat, damit die Nebencannabinoide der Pflanze im Extrakt erhalten bleiben. Trägeröl ist Bio-zertifiziertes Hanfsamenöl, der Extrakt stammt aus den Niederlanden, abgefüllt wird in Deutschland in einer GMP-zertifizierten Anlage. Die Vollspektrum-Öle mit 5 bis 30 Prozent kommen ohne Aromen und Zusätze aus.
Cannabinoide im Laborbericht eines Öls erkennen
Ein Analysezertifikat listet die gemessenen Cannabinoide einzeln auf, meist in Gewichtsprozent (% w/w). Die Laborberichte der CBDSÍ Öle erfassen per Hochleistungsflüssigchromatographie zwölf Einzelstoffe, nämlich CBD, CBDA, THC, THCA, Delta-8-THC, CBG, CBGA, CBN, CBC, CBDV, CBDVA und THCV, dazu drei Summenwerte für CBD, THC und CBG. Weil das Verfahren die Probe nicht erhitzt, erscheinen saure und neutrale Formen getrennt.
Aufschlussreich ist weniger der CBD-Wert allein als das Muster daneben. Stehen dort mehrere Nebencannabinoide, handelt es sich um einen breiten Extrakt. Steht dort fast nur CBD, liegt ein Isolat vor. Viel CBDA bei wenig CBD deutet auf einen Extrakt hin, der kaum erhitzt wurde.
- Der THC-Wert sollte als Gesamtwert ausgewiesen sein, also THC plus umgerechnetes THCA.
- „ND“ bedeutet: unter der Nachweisgrenze, in diesen Berichten 0,01 Prozent.
- Die Proben- oder Chargennummer im Bericht muss zur Angabe auf dem Etikett passen.
Ein Beispiel: der Bericht zum Öl mit 20 Prozent
Im veröffentlichten Bericht zum CBDSÍ Öl mit 20 Prozent steht bei CBDA „ND“, der Extrakt wurde also vollständig decarboxyliert, und das CBD liegt in seiner neutralen Form vor. Größtes Nebencannabinoid ist CBC mit 0,59 Prozent, gefolgt von CBN mit 0,32 Prozent. Der CBN-Wert spricht dafür, dass im Pflanzenmaterial THC vorhanden war, das mit der Zeit abgebaut wurde, während THC selbst im fertigen Öl unter der Nachweisgrenze lag. Delta-8-THC und THCV wurden ebenfalls nicht gefunden. Genau dieses Muster, ein dominanter Hauptstoff plus mehrere kleine Nebencannabinoide, unterscheidet einen Vollspektrum-Extrakt von einem Isolat.
Fazit: Cannabinoide sachlich einordnen
Cannabinoide sind eine große, uneinheitliche Stoffgruppe, die das Gesetz über ihre Fähigkeit definiert, an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems zu binden. Pflanzliche Vertreter entstehen aus der Muttersubstanz CBGA, körpereigene wie Anandamid und 2-AG bildet der Körper bei Bedarf, synthetische und halbsynthetische stammen aus dem Labor und sind in Deutschland weitgehend verboten.
Wer Produktangaben oder Studienmeldungen liest, hält am besten drei Ebenen auseinander: die Chemie des Stoffs, sein Verhalten am Rezeptor und seine rechtliche Einordnung. Für ein konkretes Öl zählt am Ende, welche Cannabinoide der Laborbericht tatsächlich ausweist. Ein Bericht mit Einzelwerten, Nachweisgrenze und Analysedatum sagt dabei mehr als jede Beschreibung auf der Verpackung, weil er Hauptstoff, Nebencannabinoide und THC-Wert nachprüfbar nebeneinanderstellt.