Aufgeschlagenes Buch mit Lesebändchen und junge Hanfpflanze auf einem Holztisch, Ist CBD in Deutschland legal

Ratgeber · CBD-Guide

Ist CBD in Deutschland legal?

Ja, Cannabidiol (CBD) ist in Deutschland legal: Das Cannabisgesetz nimmt CBD und Nutzhanf ausdrücklich aus seiner Definition von Cannabis aus. Frei verkäuflich ist ein CBD-Produkt aber nur, wenn es aus Nutzhanf stammt und nach dem passenden Produktrecht in Verkehr gebracht wird. Als Lebensmittel ist CBD in der EU bis heute nicht zugelassen (Stand: September 2026, keine Rechtsberatung).

Einführung: Ist Cannabidiol in Deutschland legal?

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Anders als THC ist CBD nicht berauschend, und genau darauf baut seine rechtliche Sonderstellung auf. Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) nimmt CBD in § 1 Nr. 8 ausdrücklich aus seiner Definition von Cannabis aus, ebenso Nutzhanf. CBD als Stoff ist damit in Deutschland weder Betäubungsmittel noch Konsumcannabis.

Daraus folgt aber nicht, dass jedes CBD-Produkt automatisch frei verkäuflich ist. Über die Verkehrsfähigkeit eines konkreten Produkts entscheiden drei Fragen: Stammt der Hanf aus Nutzhanf im Sinne des Gesetzes? Wie hoch ist der THC-Gehalt? Und als was wird das Produkt in Verkehr gebracht, als Lebensmittel, als Kosmetik oder als Arzneimittel? Die Antworten fallen je nach Produktform unterschiedlich aus. Alle Angaben geben den Stand von September 2026 wieder und sind keine Rechtsberatung.

Weil Kosmetikprodukte vor dem Marktstart nicht behördlich geprüft werden, ist der Laborbericht das wichtigste Prüfdokument für dich als Käufer. Er zeigt den gemessenen CBD- und THC-Gehalt der jeweiligen Charge. Das Vollspektrum CBD Öl von CBDSÍ wird je Charge laborgeprüft, die Zertifikate sind öffentlich einsehbar. Die Flasche mit 10 ml enthält 2.000 mg CBD und kostet 19,95 Euro, das entspricht 1,00 Euro je 100 mg.

Die rechtliche Lage von CBD im Überblick

Die folgende Tabelle ordnet die häufigsten Produktformen und Fragen ein. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung, zeigt aber, an welcher Rechtsgrundlage die Antwort jeweils hängt.

Produkt oder Situation Rechtsstand (September 2026) Maßgebliche Grundlage
CBD als Stoff kein Betäubungsmittel, nicht vom Cannabisbegriff erfasst § 1 Nr. 8 KCanG, EuGH C-663/18 (2020)
Nutzhanf als Rohstoff erlaubt, wenn Zweckbindung und Sorten- oder THC-Vorgabe erfüllt sind § 1 Nr. 9 KCanG
CBD-Öl als Lebensmittel nicht zugelassen, Novel Food ohne Zulassung Verordnung (EU) 2015/2283
CBD-Öl oder Creme als Kosmetik zulässig nach Notifizierung, nur mit kosmetischer Zweckbestimmung Verordnung (EG) Nr. 1223/2009
CBD-Arzneimittel zugelassen und verschreibungspflichtig (Epidyolex, seit 2019) Arzneimittelrecht
CBD-Blüten an Endverbraucher rechtlich eng, Missbrauch zu Rauschzwecken muss ausgeschlossen sein § 1 Nr. 9 KCanG, BGH 6 StR 240/20
HHC nicht verkehrsfähig Anlage II BtMG seit 23.05.2026
Autofahren nach CBD maßgeblich ist allein THC im Blut § 24a und § 24c StVG
Großes Nutzhanffeld mit hohen Pflanzen und einem Feldweg auf dem Land
Nutzhanf ist unter bestimmten Bedingungen von der Cannabis-Definition des KCanG ausgenommen.

Cannabisgesetz und Nutzhanf: was § 1 KCanG regelt

Seit dem 1. April 2024 regelt das KCanG den Umgang mit Cannabis in Deutschland. Für CBD-Produkte ist vor allem die Begriffsbestimmung in § 1 Nr. 9 wichtig. Nutzhanf sind danach, in der für den Handel maßgeblichen Variante, Pflanzen und Pflanzenteile der Gattung Cannabis, wenn der Handel mit ihnen ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. Zusätzlich muss eine von zwei Bedingungen erfüllt sein: Die Pflanzen stammen aus zertifiziertem Saatgut von Sorten des gemeinsamen EU-Sortenkatalogs, oder ihr THC-Gehalt übersteigt 0,3 Prozent nicht.

Die 0,3-Prozent-Grenze gilt für die Pflanze, nicht für das fertige Öl

Die oft zitierte Grenze von 0,3 Prozent THC bezieht sich auf die Nutzhanf-Pflanze und ihre Teile. Sie ist kein Grenzwert, der pauschal für jedes fertige Öl gilt. Ob ein Öl mit Spuren von THC verkauft werden darf, hängt zusätzlich vom Produktrecht ab, also davon, ob es als Kosmetik, Lebensmittel oder Arzneimittel in Verkehr gebracht wird. Seriöse Hersteller weisen den THC-Gehalt ihres Endprodukts deshalb im Laborbericht aus, statt nur auf die Pflanzengrenze zu verweisen.

Zweckbindung: Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen

Der Zusatz zur Zweckbindung ist kein Detail. Für CBD-Öle heißt das: Der Rohstoff gilt nur dann als Nutzhanf, wenn die Pflanzen aus zertifizierten Nutzhanfsorten des EU-Sortenkataloges stammen oder die THC-Grenze einhalten und der gesamte Handel einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließt. Den Anbau von Nutzhanf überwacht in Deutschland die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Update der Rechtslage: Mit dem KCanG wurden der Besitz und der private Eigenanbau von THC-haltigem Cannabis für Erwachsene unter Auflagen erlaubt, und seit Juli 2024 dürfen Cannabis Social Clubs in Deutschland gegründet werden, im Gesetz Anbauvereinigungen genannt. An der Novel-Food-Einordnung von CBD hat das Gesetz nichts geändert.

Novel Food: Was das Novel Food Gesetz mit CBD zu tun hat

Was sind neuartige Lebensmittel?

Die Novel-Food-Verordnung (EU) 2015/2283 regelt Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurden. Beispiele sind Insekten als Nahrungsquelle, bestimmte Algen oder Lebensmittel aus neuen Herstellungsverfahren. Solche Erzeugnisse dürfen erst nach einer Zulassung durch die Europäische Kommission verkauft werden. Die wissenschaftliche Sicherheitsbewertung übernimmt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Ist CBD Öl ein neuartiges Lebensmittel?

Ja. Seit Januar 2019 führt die Europäische Kommission Cannabinoide wie CBD im Novel-Food-Katalog. CBD-Extrakte und Produkte, denen CBD zugesetzt wurde, gelten damit als neuartige Lebensmittel und brauchen vor dem Verkauf als Lebensmittel eine Zulassung. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) stuft CBD in Lebensmitteln entsprechend als nicht verkehrsfähig ein. Die Einstufung ist keine Aussage über Gefährlichkeit, sondern über den fehlenden Zulassungsschritt.

CBD Öle und die fehlende Lebensmittel-Zulassung

Mehrere Zulassungsanträge für CBD als Lebensmittel liegen seit Jahren bei der EU. 2022 erklärte die EFSA, dass sie die Sicherheit von CBD als Lebensmittel derzeit nicht feststellen kann, weil Daten fehlen, unter anderem zu Leber, Magen-Darm-Trakt, Hormon- und Nervensystem und zur Fortpflanzung. Im Februar 2026 hat die EFSA diese Bewertung aktualisiert: Die Datenlücken bestehen fort. Für Menschen unter 25 Jahren, Schwangere, Stillende und Menschen, die Medikamente nehmen, lässt sich die Sicherheit laut EFSA nicht feststellen. Einen vorläufigen Referenzwert leitete sie nur für hochreines, isoliertes CBD ab. Eine Zulassung ist damit nicht verbunden, bis heute ist keine erfolgt (Stand: September 2026).

Ist es ein Problem, dass CBD Öle nicht als Lebensmittel zugelassen sind?

Die fehlende Zulassung hat zwei Seiten. Einerseits zeigt sie, dass Behörden die Langzeitsicherheit noch nicht abschließend beurteilen können. Andererseits greift bei Ölen, die als Kosmetik verkauft werden, keine behördliche Vorabprüfung des einzelnen Produkts. Die Qualität hängt deshalb stark von der Sorgfalt des Herstellers ab. Die Stiftung Warentest fand 2021 bei einem Teil der untersuchten CBD-Produkte Abweichungen vom angegebenen CBD-Gehalt sowie Mineralölrückstände. Welche Nebenwirkungen in Studien beschrieben werden und wie sie einzuordnen sind, erklärt der Beitrag zu CBD Nebenwirkungen.

Warum CBD Öle als Kosmetik verkauft werden dürfen

Die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 definiert kosmetische Mittel als Stoffe, die äußerlich mit Haut, Haaren, Nägeln, Lippen oder mit den Zähnen und den Schleimhäuten der Mundhöhle in Berührung kommen. Zulässige Zwecke sind Reinigen, Pflegen, Schützen, Parfümieren und die Veränderung des Aussehens. Vor dem Inverkehrbringen muss jedes Kosmetikprodukt über das EU-Portal für Kosmetik-Notifizierung (CPNP) gemeldet werden, eine verantwortliche Person benennen und eine Sicherheitsbewertung haben.

Entscheidend ist die Zweckbestimmung. Ein Produkt, das als Kosmetik gemeldet ist, darf nicht mit Verzehr, Dosierung oder gesundheitlichen Effekten beworben werden. Überwachungsbehörden bewerten dabei die gesamte Aufmachung, nicht nur das Etikett. CBDSÍ CBD Öle sind Kosmetikprodukte zur Pflege und Reinigung des Mundraums und nicht zum Verzehr bestimmt, worauf auch die Produktangaben hinweisen.

Braune Pipettenflasche mit schlichtem Etikett auf einem hellen Holztisch neben einer Mappe
Auf einem rechtssicher verkauften CBD Öl stehen Inhalt, Zutaten, Hersteller und ein Verweis auf den Laborbericht.

Rechtssicher verkauft: welche Angaben ein CBD Öl haben sollte

Weil die Vorabprüfung fehlt, lohnt ein genauer Blick auf die Angaben des Herstellers. Diese Merkmale kannst du vor dem Kauf selbst prüfen:

  • Laborbericht je Charge: CBD- und THC-Gehalt gemessen, nicht nur deklariert, mit Chargennummer auf der Flasche.
  • Trägeröl: Am Markt werden unterschiedliche Öle eingesetzt, etwa MCT-Öl aus Kokos oder Hanfsamenöl. Welches verwendet wird, sollte auf dem Etikett stehen.
  • Zusätze: Aromen überdecken den Hanfgeschmack. Ob Aromen enthalten sind, zeigt die Zutatenliste.
  • Spektrum: Viele Öle am Markt basieren auf CBD-Isolat. Vollspektrum-Öle enthalten weitere Pflanzenstoffe und Spuren von THC.
  • Werbeaussagen: Heilversprechen oder Einnahmeempfehlungen sind bei Kosmetik unzulässig und ein Warnsignal.

Weisen die CBD Öle von CBDSÍ eine hohe Qualität auf?

In einem Markt ohne behördliche Vorabprüfung war es für uns von Anfang an wichtig, jede Charge im Labor prüfen zu lassen und die Ergebnisse offenzulegen. Die Basis ist Bio-Hanfsamenöl als Trägeröl, die Öle bestehen zu 100 Prozent aus Hanf, ohne Aromen und ohne Zusätze. Wir setzen auf Vollspektrum statt Isolat. Der Hanfextrakt stammt aus den Niederlanden, abgefüllt wird in Deutschland in einer GMP-zertifizierten Anlage. Dazu kommt die Cannatrust-Zertifizierung. Der natürliche, leicht bittere Hanfgeschmack ist damit ein ehrlicher Hinweis auf die Zusammensetzung.

Topische CBD Produkte: Anwendung und Rechtslage

Was ist eine topische Anwendung?

Topisch heißt: Ein Produkt wird auf Haut oder Lippen aufgetragen, statt geschluckt zu werden. Typische topische CBD-Produkte sind Cremes, Salben, Balsame, Lippenpflege und Massageöle. Im Sortiment von CBDSÍ stammen diese Produkte von der Marke Cannactiva. Hanfsamenöl liefert als Basis Fettsäuren, die in der Hautpflege verbreitet sind. Ob CBD auf der Haut über die Pflege hinaus Effekte hat, wird in ersten Studien untersucht, die Studienlage ist begrenzt.

Warum ist die topische Anwendung von CBD legal?

Da topische Produkte nicht verzehrt werden, greift das Novel-Food-Recht nicht. Sie werden in Deutschland meist als Kosmetik in Verkehr gebracht und dürfen dann nur mit kosmetischen Zwecken wie Reinigung und Pflege beworben werden. Aussagen zu Krankheiten oder Beschwerden sind für Kosmetik unzulässig. Ein topisches Produkt kann alternativ als Arzneimittel zugelassen sein, dann gelten die strengeren Regeln des Arzneimittelgesetzes. Bei Hauterkrankungen oder anhaltenden Beschwerden ist die ärztliche Beratung der richtige Weg, nicht ein Kosmetikprodukt.

Blüten, HHC und andere Cannabinoide: wo die Grenze verläuft

Für CBD-Blüten ist die Rechtslage deutlich enger als für Öle. Der Bundesgerichtshof hat 2021 entschieden (Urteil vom 24.03.2021, 6 StR 240/20), dass beim Verkauf von Nutzhanf an Endverbraucher ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen sein muss. Diese Zweckbindung steht heute in § 1 Nr. 9 KCanG. Eine Bezeichnung als „Raumerfrischer“ oder „Aromaprodukt“ ersetzt diese Prüfung nicht. Wer fragt, ob CBD-Gras legal ist, meint umgangssprachlich genau diese Blüten, und für sie gilt diese Zweckbindung. Illegal wird CBD also nicht durch den Wirkstoff selbst, sondern durch Produktform, THC-Gehalt und Verkaufszweck. CBDSÍ führt keine Blüten.

Andere Cannabinoide sind nicht automatisch so legal wie CBD. HHC steht seit dem 23. Mai 2026 in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes und ist damit nicht verkehrsfähig, mehrere verwandte halbsynthetische Cannabinoide sind nach dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz verboten. Wer mit CBD verreist, sollte wissen, dass andere Staaten eigene Grenzwerte haben. Der Beitrag CBD im Ausland ordnet die Regeln in Europa ein. Wer Produkte jenseits von CBD sucht, findet sie bei den Superior Blüten und Vapes von Terp Ninjas.

Im Alltag: Straßenverkehr und Drogentest

Beim Autofahren zählt nicht CBD, sondern THC. Nach § 24a StVG liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn die THC-Konzentration im Blutserum 3,5 ng/ml oder mehr erreicht. Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt nach § 24c StVG ein generelles THC-Verbot. Welche Rolle Spuren von THC in Vollspektrum-Ölen dabei spielen, erklärt der Beitrag CBD und Autofahren.

Auch ein Drogentest sucht in der Regel nach THC und seinen Abbauprodukten, nicht nach CBD. Vollspektrum-Öle enthalten laut Laborbericht geringe Mengen THC, bei Breitspektrum-Ölen wird THC weitgehend entfernt, den Restwert zeigt der Laborbericht der Charge. Wie lange Cannabinoide im Körper messbar bleiben und wovon das abhängt, erklärt der Beitrag wie lange CBD nachweisbar ist.


Häufige Fragen zur Rechtslage

Ja. Cannabidiol ist in Deutschland kein Betäubungsmittel, und das Konsumcannabisgesetz nimmt CBD in § 1 Nr. 8 ausdrücklich aus seiner Definition von Cannabis aus. Ob ein einzelnes Produkt verkauft werden darf, hängt aber zusätzlich davon ab, ob der Hanf als Nutzhanf gilt und ob das Produkt als Kosmetik, Lebensmittel oder Arzneimittel in Verkehr gebracht wird. Stand: September 2026, keine Rechtsberatung.

Nein, nicht als Konsumcannabis. Das KCanG regelt seit dem 1. April 2024 den Umgang mit THC-haltigem Cannabis und klammert CBD sowie Nutzhanf in seiner Begriffsbestimmung aus. Für Nutzhanf setzt § 1 Nr. 9 KCanG aber Bedingungen: Die Pflanzen müssen aus zertifizierten Sorten des EU-Sortenkatalogs stammen oder höchstens 0,3 Prozent THC enthalten, und der Handel muss einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen.

Weil CBD-Extrakte in der EU als neuartige Lebensmittel gelten und vor dem Verkauf eine Zulassung nach der Novel-Food-Verordnung brauchen. Die EFSA konnte die Sicherheit 2022 wegen Datenlücken nicht feststellen und hat diese Einschätzung im Februar 2026 bestätigt. Mehrere Anträge sind offen, eine Zulassung gibt es bis heute nicht. Das BVL stuft CBD in Lebensmitteln deshalb als nicht verkehrsfähig ein.

Ja, wenn es die EU-Kosmetikverordnung erfüllt. Kosmetische Mittel dürfen mit Haut, Lippen oder den Schleimhäuten der Mundhöhle in Berührung kommen und nur der Reinigung, Pflege oder dem Schutz dienen. Das Produkt muss vor dem Marktstart im EU-Portal CPNP notifiziert sein und eine Sicherheitsbewertung haben. Werbung mit Verzehr, Dosierung oder gesundheitlichen Effekten ist dann unzulässig.

Die Rechtslage ist deutlich enger als bei Ölen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2021 (6 StR 240/20) muss beim Verkauf von Nutzhanf an Endverbraucher ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen sein, diese Zweckbindung steht heute in § 1 Nr. 9 KCanG. Eine Bezeichnung als Raumerfrischer ersetzt diese Prüfung nicht. CBDSÍ führt keine Blüten. Keine Rechtsberatung, Stand: September 2026.

Nein. HHC ist ein halbsynthetisches Cannabinoid und steht seit dem 23. Mai 2026 in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes. Handel und Inverkehrbringen sind damit verboten. Die Sonderstellung von CBD im Cannabisgesetz gilt nicht für andere Cannabinoide, jeder Stoff wird rechtlich einzeln eingeordnet. Mehrere verwandte Stoffe sind nach dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz ebenfalls verboten.

Für CBD-Öle, die als Kosmetik verkauft werden, braucht es kein Rezept. Verschreibungspflichtig ist dagegen das CBD-Arzneimittel Epidyolex, das seit 2019 in der EU für bestimmte Anwendungsgebiete zugelassen ist. Arzneimittel unterliegen einem eigenen Zulassungsverfahren mit klinischen Studien, Kosmetik dagegen nicht. Wer Medikamente nimmt oder eine Erkrankung hat, sollte die Nutzung von CBD ärztlich besprechen.

Quellen

  1. Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis (Konsumcannabisgesetz, KCanG), § 1 Begriffsbestimmungen Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), 2024Stützt die Aussagen, dass CBD und Nutzhanf aus dem Cannabisbegriff ausgenommen sind und Nutzhanf an EU-Sortenkatalog oder höchstens 0,3 Prozent THC sowie an den Ausschluss eines Missbrauchs zu Rauschzwecken geknüpft ist.
  2. Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates über neuartige Lebensmittel Amtsblatt der Europäischen Union (EUR-Lex), 2015Stützt die Definition neuartiger Lebensmittel mit dem Stichtag 15. Mai 1997 und das Zulassungserfordernis vor dem Inverkehrbringen.
  3. Update of the statement on safety of cannabidiol as a novel food EFSA Journal (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), 2026Stützt die Aussage, dass die EFSA im Februar 2026 fortbestehende Datenlücken bestätigte und die Sicherheit für Menschen unter 25 Jahren, Schwangere, Stillende und Menschen mit Medikamenten nicht feststellen konnte.
  4. Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 19. November 2020, Rechtssache C-663/18 (B S und C A, Kanavape) Gerichtshof der Europäischen Union (EUR-Lex), 2020Stützt die Aussage, dass CBD nach dem EuGH kein Suchtstoff im Sinne des Einheits-Übereinkommens ist.
  5. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel Amtsblatt der Europäischen Union (EUR-Lex), 2009Stützt die Aussagen zu den zulässigen Zwecken kosmetischer Mittel, zur Einbeziehung der Mundhöhle und zur Notifizierungspflicht.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: 10/2026

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